03586 45 15 0

Tourismus, Kultur & Geschichtliches in Seifhennersdorf

Historische Informationen zur Ortsgeschichte unsere Stadt

Karasekmuseum / Tourist-Information

Aus brandschutztechnischen Gründen ist bis auf Weiteres nur die Tourist-Information sowie die Geologische Abteilung und die Ausstellung "Damals in der DDR - das tägliche Leben" mit ca. 1.000 Exponaten im Karasek-Museum, zu besichtigen.

Fremdenverkehrsverein
Nordstraße 21a

02782 Seifhennersdorf

Telefon: 0 35 86 / 45 15 67
Telefax: 0 35 86 / 45 15 68
E-Mail: tourismus@seifhennersdorf.de
Internet: www.karaseks-revier.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag:
9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.30 Uhr
Sonntag:
13.00 - 16.30 Uhr

Gründung

Mit hoher Wahrscheinlichkeit entstand Seifhennersdorf schon in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts durch die Ansiedlung mainfränkischer Kolonisten - eine Gründungsurkunde liegt jedoch nicht vor. Der Ort gehörte in der Frühzeit zur böhmischen Grundherrschaft Tollenstein/Rumburg.

1429 wurde Seifhennersdorf von durchziehenden Hussitenscharen gebrandschatzt und fast alle Bewohner erschlagen, es sollen nur 11 Personen überlebt haben.

1584 wurde Seifhennersdorf für 16.000 Taler und 100 ungarische Gulden an den Stadtrat zu Zittau verkauft.

ortsansicht 2
ortsansicht 1
ortsansicht 3

Industrialisierung

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte eine stürmische Entwicklung der Industrie ein. Große mechanische Weberein und zahlreiche Schuhfabriken beherrschen nun das Ortsbild. Die Seifhennersdorfer Firma Heinrich Robert Marx (Weberei) erhält auf den Weltausstellungen 1862 in London und 1880 in Melbourne Diplome für die hervorragende Qualität der Erzeugnisse.

1900 besaß unser Ort schon 8.000 Einwohner.

Beginn des 20. Jahrhunderts

Die Industrialisierung setzte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts fort. Es kamen noch weitere Betriebe der Metallverarbeitung, des Maschinenbaus, der Bekleidungsindustrie und die Klavierfabrik der Gebrüder Zimmermann hinzu. Viele dieser Betriebe exportierten ihre Produkte in zahlreiche Länder Europas und Übersee.

Schulwesen

Der Ort besaß schon im 19. Jahrhundert zwei Grundschulen (1875 und 1895 erbaut). Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts kamen noch eine Berufs- und Handelsschule sowie eine Textilfachschule hinzu.

1974 erhielt Seifhennersdorf aufgrund seiner Größe und der leistungsfähigen Industrie das Stadtrecht.

ortsansicht 5
ortsansicht 4
ortsansicht 6

Wendezeit

Nach der Wende brach die Industrie zusammen. Nur wenige Firmen fanden einen neuen Investor. Seifhennersdorf entwickelte sich nach der Wende immer mehr zu einem Urlaubsort. Die Tourismusförderung ist ein Schwerpunkt der Kommunalpolitik. Die Einwohnerzahl beträgt heute nur noch 4.600, bedingt durch fehlende Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Literatur zur Ortsgeschichte

  • Otto Moritz Kind: "Geschichte von Seifhennersdorf"
  • "Dorfspiegel für die Gemeinden Seifhennersdorf, Leutersdorf und Spitzkunnersdorf"
  • "Seifhennersdorfer Heimatblätter" und "Seifhennersdorfer Heimathefte"